[talk about books] Von Buchreihen und Einzelbänden, die keine sind

Hallo ihr Lieben!
Nach längerer Zeit hab ich mal wieder ein Gebrabbel für euch. Gebrabbel sind natürlich nicht genau zu planen, da sie halt Gebrabbel sind, und man für Gebrabbel Ideen braucht und ich grundsätzlich dafür bin, nichts zu schreiben, wenn ich keine Ideen hab. Würde auch irgendwie keinen Sinn machen.
Naja auf jeden Fall schwirrte mir für dieses kleine Gebrabbel schon seit längerer Zeit ein Thema im Kopf rum – und das sind ganz einfach Reihen.
Ich glaube, ihr kennt die Situation. Besonders als Buchblogger oder generell als Buchliebhaber – halt einfach, wenn man ziemlich viele Bücher liest – kann es schnell passieren, dass man a) den Überblick über gelesene Bücher verliert und b) den Überblick über angefangene Buchreihen verliert. Nach Wochen, Monaten oder Jahren kann es dann mal passieren, dass man über ein bestimmtes Buch stolpert und sich denkt: Ach huch, die Reihe wollte ich ja eigentlich auch weiterlesen… Und letzten Endes weiß ich immer noch nicht, wie es jetzt mit Eragon ausgeht, aber ich habe leider nicht die Zeit, nochmal die ersten drei Bücher zu durchforsten, damit ich überhaupt wieder einen Anschluss habe. Ich weiß eh nicht mehr so genau, wie der dritte Band endete, also *räusper* was soll’s.
Ihr erkennt das Problem, oder? Okay, Problem ist vielleicht übertrieben. Oder der falsche Begriff dafür. Aber was ich mich frage, ist einfach folgendes: Machen das die Autoren absichtlich? Muss jedes Buch einen zweiten, einen dritten Band bekommen, oder sogar einen fünften? Selbst inhaltlich in sich abgeschlossene Bücher bekommen oftmals ein paar Geschwister. Oder wenn das nicht geht, nimmt man einfach ein paar andere Charaktere, aber dasselbe Setting lässt sich ja nochmals vermarkten… (wie zum Beispiel Finding Sky und Saving Phoenix oder Die Beschenkte und Die Flammende) Ich sage damit ja überhaupt nicht, dass das schlechte Bücher sind oder die Fortsetzungen nicht geschrieben hätten werden sollen (gut, ich kenne von beiden außerdem nur den ersten Teil, und Finding Sky hat mir persönlich auch nicht gefallen), aber ich frage mich manchmal – MUSS das sein?
Was denken sich die Autoren dabei? Wenn sich jeder einzelne Autor denken würde „Ach, ich fühle mich so inspiriert, ich muss mehr und mehr schreiben!“, dann hat er ja irgendwie auch sein Recht dazu, aber ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige bin, der solche Fortsetzungen manchmal sehr erzwungen vorkommen. Ganz zu schweigen von den Helden – die, bei denen die Erscheinung des ersten Bandes groß vermarktet wird und man dann SOFORT von allen Folgebänden ins Bild gesetzt wird, obwohl diese noch gar nicht erschienen sind… 
Warum nicht mal wieder einen guten Einzelband? Wo man zwar nach dem Ende des Buches Tschüss zu den Figuren sagen muss, aber das Buch mit einem guten Gewissen zuschlagen kann, weil man nicht den Druck hat, Abby und Travis nochmals in Las Vegas aufgabeln zu müssen. Und wo man sich hinterher auf ein anderes Buch stürzen kann.
Ich habe nichts gegen die Night School Bücher oder die von Shadow Falls – im Gegenteil, beide gehören zu Reihen, die ich sehr gerne weiter verfolge.
Trotzdem wäre es schön, öfters mal wieder auf einen Einzelband zu stoßen. Aber was appelliere ich hier überhaupt. Ändern kann ich es eh nicht. (Und es macht mich auch recht froh, mich bald auf den dritten Godspeed Band stürzen zu können.)
Nun zu euch: Wie steht ihr zu Trilogien und Reihen? Muss das wirklich immer sein? Und verfolgt ihr eine Reihe auch brav bis zum Ende oder passiert es öfters, dass ihr „Keine Lust mehr“ sagt?!
Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

5 Kommentare

  1. Also ich hab den Überblick über meine Reihen… schon lange verloren o.O Ist mir letztens erst wieder aufgefallen -,- Ich fange ständig neue Reihe an und och dann kommt das Buch und hört sich ganz interessant an, während ich dann wieder jenes sehe und dann kommen jeweils noch die Folgebände und so weiter und so fort. Aber das schlimmste ist ja, dass der 2. Band einer Trilogie meist nur als Lückenfüller fungiert, damit's ne Trilogie wird. Schlimm sowas 😛

    LG,
    Maggi 🙂

  2. Ich hab ja bis jetzt noch nicht SOOOO viel Bücher, deswegen habe ich eigentlich einen ganz okayen Überblick. Aber irgendwie ist es in den letzten Monaten besonders stark mit Trilogien / Reihen an sich. Und manchmal habe ich einfach keine Lust, schon wieder eine nue Reihe anzufangen, weil der jetzige Buchmkart gefühlt aus (zumindest Bücher, die neu erscheinen^^) ca. 70-80% Reihen besteht. Ich mag Reihen ja auch, solange sie gut aufgeteilt sind und auch Sinn machen und man auch weiß, wenn die Reihe länger ist, wie viele Bände es werden sollen. (z.B. bei der Schwestern des Mondes Reihe war von Anfang an klar, dass es 15 Bände sind. Sicher, sind dazwischen auch einige Lückenfüller, aber trotzdem hat man das Gefühl, dass die Autorin das alles gut geplant hat. Wenn du verstehst, was ich meine?) Wie auch immer. Ich hoffe, das legt sich mit der Zeit und es gibt dann wieder ein paar tolle Einzelbände, das wäre wirklich schön. 😉

  3. Hallöchen.
    😀
    Also bei mir ist das ja so, dass ich mich quasi gezwungen fühle die Reihe dann zu Ende zu lesen. Das ist sonst so als hätte ich das Buch mitten drinne weggepackt und das kann ich auch nicht ^^
    Ich fange eine Reihe an und lese sie dann immer in einem Rutsch durch ^^ So ist das eben bei mir.
    Ich weiß nicht ich finde es muss nicht immer eine Reihe sein (Wie bei 'Das Labyrinth erwacht'), aber manchmal ist es schon ganz schön. 🙂

    Liebst, Lotta

  4. Oh, das Gefühl kenn ich! Ich bin z.B. ein großer Fan des Buches "Dollhouse" von Anya Allyn, und dem Nachfolger "Paperdolls". Jetzt habe ich mir gerade den dritten Band "Marionette" gekauft – und stelle fest, dass ich überhaupt nicht mehr im Bilde bin, wo die Story im letzten Band geendet hat! Und das, obwohl mir der Band supergut gefallen hat.

    D.h., jetzt muss ich erst nochmal den zweiten Band lesen – oder vielleicht sogar besser, die beiden ersten.

    Einerseits liebe ich Reihen, weil mir die Charaktere und Welten immer so ans Herz wachsen – andererseits habe ich einfach zu viele angefangen, als dass ich noch hinterher käme!

  5. Als ich "Damian – Die Stadt der gefallenen Engel" las, wurde mir gesagt, es sei ein Einzelband. Allein diese Tatsache hat mich zum Kauf überredet…
    Als ich eine Zeit später Band 2 im Buchhandel entdeckte, hatte ich nur eine Frage: WIESO?
    Idiotisch, oder? Da denkt man, man hat mal nen Einzelband und dann sowas…
    Ich bin ein riesen Fan der Chroniken der Unterwelt, aber auch bei der reihe hätte es bei band 3 bleiben sollen. Ich denke, die versuchen einfach nur an den erfolg anzuknöpfen und hey – es funktioniert doch sogar -.-

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