Eine Runde Ablenkungs-Empfehlungen

Was die aktuelle Lage anbetrifft, bin ich privilegiert und lediglich mit wesentlich mehr Freizeit als erwartet konfrontiert. (Die ich selbstverständlich damit verbringe, zu Hause zu bleiben, um mir und anderen Menschen das Leben nicht schwerer als nötig zu machen.) Naja, und mit meinem Kopf. Mit dem bin ich auch konfrontiert. Besser gesagt: Er konfrontiert mich gerne regelmäßig damit, was alles schief gehen könnte oder wie die Lage wohl in drei Wochen aussieht und mit random Details, die absolut nicht absehbar sind.
Deshalb möchte ich diesen Beitrag als Anlass nutzen, um ein paar Bücher, Serien etc. zu teilen, die mich gut ablenken konnten/können und die vielleicht der einen oder dem anderen von euch ebenfalls etwas Seelenfrieden bringen.

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Bücher, auf die ich mich 2020 freue

Nachdem ich letztes Jahr einen dieser Beiträge verpeilt habe, wollte ich heute die Gelegenheit nutzen und euch zeitnah die Bücher vorstellen, die mich in diesem Jahr besonders reizen. Zugegeben sind es weniger als erwartet – aber so, wie ich mich kenne, wird mich das dieses Jahr trotzdem nicht davon abhalten, ordentlich Neuerscheinungen zu erwerben. ¯\_(ツ)_/¯ Das sind die 14 Bücher, auf die ich mich besonders freue:

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Brecht und Feminismus? Eine Aneignung

Bewertet man bei der Werklektüre die Autor_innen mit oder nicht? Bei mir und Brecht war das so ein bisschen ein Wechselspiel, ich las mehr von seinen Werken, ich lernte mehr über ihn, ich las mehr von seinen Werken, lernte mehr über ihn, und so weiter, und so weiter.

Natürlich versuche ich hier, keine allgemeingültige Lösung für Verletzendes und Problematisches in Klassikern anzubieten. Ganz egal, in welchem historischen Kontext die Werke verfasst wurden – das ist eine Erklärung, keine Entschuldigung, und manchmal genügt eine andere Lesart nicht.

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Wie viel Raum braucht das „männliche Ego“? Mein Knausgård-Dilemma

Karl Ove Knausgård ist letztes Jahr fünfzig Jahre alt geworden. Dennoch hat er ein beinahe fünftausend Seiten umfassendes autobiographisches Projekt in sechs Bänden abgeschlossen. Die deutschen Titel heißen Sterben, Lieben, SpielenLeben, Träumen und Kämpfen. Das norwegische Original nennt sich Min kamp und ist durchnummeriert. Wenn man mich fragt, stellen die Bücher mindestens zweierlei Kampf dar: den von Knausgård mit sich selbst und den Kampf des Lesens.

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Faszinosum Frankenstein

Ich weiß, ich weiß – vielleicht denkt sich der ein oder andere von euch: Jetzt redet sie schon wieder über Frankenstein? Die kurze Antwort ist: Ja. Die längere ist: Ja, denn bisher habe ich meine Begeisterung zwar regelmäßig, aber nur in Teilen von Beiträgen, in Nebensätzen, in dem ein oder anderen Kommentar oder Tweet ausgedrückt. Ich wollte Frankenstein aber – gerade anlässlich der Tatsache, dass es dieses Jahr seinen 200. Geburtstag feiert, und es ganze 200 Jahre für mich dauerte, um es zu entdecken 😉 – einen ganzen, ausführlichen Beitrag widmen. Damit ich meine Begeisterung nicht auf ein paar Zeilen komprimieren muss.

Ihr mögt Frankenstein nicht? Vielleicht könnt ihr ja etwas mit meinem Essay anfangen und nachvollziehen, warum ich so begeistert bin – oder aber die von Frankenstein inspirierten Romane können euch mehr mitreißen.

Ihr kennt Frankenstein (noch) nicht? Vielleicht kann euch der Beitrag dazu anregen, es doch einmal zu versuchen. In jedem Fall sind die Buchempfehlungen ohne jegliche Vorkenntnisse zu lesen. Der Essay und mein Kommentar zu The Dark Descent of Elizabeth Frankenstein enthalten Spoiler.

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