[Rezension] The Martian – Andy Weir

Inhalt

Auch wenn ihr vermutlich alle mehr oder weniger gut den Inhalt kennt, noch einmal die Kurzfassung: Mark Watney wird aufgrund eines Unfalls auf dem Mars zurückgelassen, während seine Crew ihn für tot glaubt. Tag für Tag begegnet er neuen Hindernissen, und ein Kampf ums Überleben beginnt.

Meine Meinung

Normalerweise bin ich ja der Typ Mensch, der erst das Buch liest und dann den Film schaut. Wenn man allerdings etwas zu spät dran ist und den Film noch sehen will, bevor er nicht mehr läuft, dann geh ich auch gern mal zuerst in den Film. 😉 Ihr erahnt es schon, bei The Martian war das der Fall, deshalb werde ich nach Möglichkeit auch den Film hier miteinbeziehen.
Nun aber erst einmal zum Buch. Da ich ja den Film vorher sah, wusste ich schon größtenteils, was mich erwarten würde, dennoch war das Buch nicht minder interessant. Die Geschichte steigt mitten im Geschehen ein, wo Watney bereits verletzt ist und sich erst einmal eine Antenne aus dem Körper ziehen muss. Ab da beginnen seine Log-Einträge, die er schreibt, damit sie im besten Fall der Nachwelt dienen können, und sein Kampf um das Überleben.
Andy Weir nutzt dabei eine sehr leichte, oft flapsige Sprache, sodass man als Leser das Gefühl bekommt, Watney würde als Freund zu einem sprechen. Dabei spart er nicht an Flüchen, aber auch gewiss nicht an Witz. Mark Watney ist der Typ Mensch, der dem Tod ins Gesicht blicken und trotzdem noch einen Spruch reißen kann. Damit ist das Buch längst nicht so düster, wie es sein könnte, sondern bringt einen immer mal wieder zum Schmunzeln/Lachen.
Man darf allerdings auch nicht vergessen, dass es hier auch um viel Chemie geht, Watney regelmäßig mit irgendwelchen Kohlenstoffdioxid- und Sauerstoff-Werten jongliert und weiß Gott mit was sonst noch. Hier wird wert darauf gelegt, dass es möglichst verständlich erklärt wird, dennoch waren die Erklärungen harter Tobak für mich – an der Stelle sei zu erwähnen, dass ich Genie das Buch auf Englisch lesen musste/wollte und ich darüber hinaus Chemie abgewählt habe, weil ich mit dem Fach so ziemlich gar nichts am Hut hatte. Ich gebe also ganz offen zu: viel kapiert hab ich von dem Kram nichts, dennoch konnte ich die Vorgänge zumindest grob nachvollziehen und das hat die Story nicht sonderlich getrübt. (Ich meine, ist ja auch meine Schuld – ausnahmsweise hätte ich mal zu der Übersetzung greifen sollen.)
Was mir ebenfalls sehr gut an dem Buch gefallen, war die Leichtigkeit, mit der Weir zwischen den Charaktern hin- und her springt. Schließlich geht es nicht nur um Watney selbst, sondern auch um die Leute von der NASA, die versuchen, sein Leben zu retten, und seine Crew, die erst einmal mächtige Schuldgefühle hat. Manchmal beschreibt er Watneys Erlebnisse sogar aus der dritten Person statt durch den Ich-Erzähler. Diese Abwechslungen machen das Buch noch einmal interessanter, spannender, wenn man sieht, wie viele Personen an einem Ereignis beteiligt sind bzw. wie diese das aufnehmen. Weir hält sich nicht mit langen Beschreibungen auf, sondern schreibt lieber kürzere Szenen und erzeugt somit mehr spannend.
So, und abschließend noch einmal einen Schwenk zum Film. Da es schon über einen Monat her ist, seitdem ich ihn gesehen habe, bin ich mir nicht sicher, ob ich noch alles so detailgetreu auf die Reihe kriege, also verzeiht mir bei Ungereimheiten. Generell fand ich den Film sehr gelungen, mit faszinierenden Bildern und einer guten Aufmachung. Soweit ich das beurteilen kann, sind sie dem Buch SEHR treu geblieben, lediglich kleinere Szenen fehlen und meines Erachtens wurde am Ende des Filmes noch eine Szene drangehängt. Der Marsianer: Rettet Mark Watney ist also eine sehr gelungene Adaption, durchaus sehenswert! Genauso, wie es sich lohnt, das Buch in die Hand zu nehmen! 🙂

Fazit

The Martian ist quasi Science Fiction für Einsteiger. Mit Witz und einer faszinierenden Leichtigkeit fasst Andy Weir den Überlebenswillen seines Protagonisten in Worte. Lesenswert!
Titel: The Martian
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Random House
Reihe: –
Preis: ca. 10€

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2 Kommentare

  1. Ich mochte das Buch wirklich sehr, sehr gern. Ich hab's vor dem Film gelesen und ach… ich war begeistert. Ist sonst gar nicht so das Genre, dass ich lese. Aber es war spannend und witzig und ich war wirklich gut unterhalten.
    Fand den Film aber auch gut.

  2. Ja, das stimmt – besonders der Humor war echt klasse! Man hat so viele Charaktere, die einfach nur in ihrem Elend stecken bleiben, und Mark Watney ist einfach ein heiterer Charakter, der trotz seiner Situation seine Lebensfreude behält.

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