[Rezension] A Court of Thorns and Roses – Sarah J. Maas

Inhalt

Tag für Tag geht Feyre in die Wälder, um zu jagen. Wenn sie nichts mit nach Hause bringt, muss ihre Familie hungern. Wenn sie etwas fängt, sind die Mägen wenigstens für eine kurze Zeit gefüllt. Eines Tages aber sieht sie auf der Jagd einen riesigen Wolf – und erlegt ihn, unwissend, was das für Folgen mit sich bringen wird. Nur wenig später bricht ein Biest in ihr Haus ein, und es hat nur eine Forderung: Feyres Leben gegen das des getöteten Tiers – das in Wahrheit eine Fee gewesen war. Also verlässt Feyre ihre Familie, lässt ihr Versprechen hinter sich und bricht auf in die Welt der Feen, eine Welt, die sie bis zum Ende ihres Lebens bewohnen soll.

Zitat

You don‘t hold on to power by being everyone‘s friend. And among the faeries, lesser and High Fae alike, a firm hand is needed. We‘re too powerful, and too bored with immortality, to be checked by anything else.“
– Lucien, A Court of Thorns and Roses, S. 101

Meine Meinung
Eigentlich braucht diese Rezension nur drei Worte: Sarah J. Maas.

Ihr könnt sagen, was ihr wollt – aber diese Frau kann fantastische Bücher produzieren. Warum ich dann solange gezögert habe, bis ich mir A Court of Thorns and Roses zugelegt habe? Tja, Feen. Jeder hat so seine Abneigung. Vampire, Werwölfe, was auch immer. Ich für meinen Teil lese nur begrenzt gern über Feen.
Tja, aber weil ich ja wissen musste, was Frau Maas sonst noch so drauf hat, zog ACOTAR endlich bei mir ein. Und ich habe es keine einzige Sekunde bereut.
Die Geschichte geht beinahe ungewohnt langsam los. Man bekommt einen Einblick in Feyres Welt, in der gerade Winter herrscht, ein Winter, der sie alle immer an ihre Grenzen bringt. Zu sagen, dass Feyre in Armut lebt, wäre wohl noch untertrieben. Noch dazu ist ihre Familie alles andere als eine Unterstützung: ihr Vater ist körperlich stark eingeschränkt, distanziert sich von den Nöten der Familie, ihre Schwester Elain ist zwar lieb, aber naiv, und Nesta ist die Kälte in Person. Keiner der drei ist Feyre eine Hilfe, im Gegenteil – dennoch geht Feyre jeden Tag für sie auf die Jagd, aus Liebe und wegen einem Versprechen, das sie ihrer toten Mutter gegeben hat.
Dann aber erlegt sie den Wolf, ein Mensch in Tiergestalt, und die ganze Geschichte nimmt so richtig an Fahrt auf, als Feyre zu den Feen gehen muss, zu den Gestalten, die sie ihr ganzes Leben lang gefürchtet und verabscheut hat.
Sagen wir es so: nach diesen ersten fünfzig „langatmigen“ Seiten nimmt die Geschichte an Fahrt auf und wird nicht mehr langsamer.
Wir lernen Tamlin kennen, den Lord des Spring Courts, und Lucien, seinen Berater. Schon bald stellt Feyre fest, dass Feen gar nicht so grausam sind – und im selben Atemzug, dass sie alle von einer Plage bedroht sind, die ihre Magie einschränkt und ihnen Masken auf den Gesichtern festgenagelt hat. Und dass die Bedrohung immer größer wird…
Tja, wo soll ich anfangen? Ich liebe die Idee. Es wird oft gesagt, dass ACOTAR von Die Schöne und das Biest inspiriert ist, und ich sehe durchaus leichte Ähnlichkeiten. Ansonsten entwickelt sich die Geschichte auf ihre ganz eigene Art und Weise, mit Intrigen, Geschichten, Wesen, die alleine Sarah J. Maas (scheinbar unendlicher) Fantasie entsprungen sind. Während ich das Buch las, wusste ich gar nicht, wen ich mehr mochte – Tamlin, Feyre, Lucien oder sogar Rhysand? Es waren nicht nur komplexe Charaktere, sie waren viel mehr als das – widerstandsfähig, passioniert, ergreifend. Gegen Ende des Buches kamen mir mehrmals die Tränen, weil ich so berührt war, von all den Grausamkeiten, die sie erleiden mussten, von den puren Emotionen, dem Nervenkitzel.
A Court of Thorns and Roses ist kein zweites Throne of Glass und auch kein wirkliches Märchen. Es ist eine eigenständige, wunderbare Geschichte, die einen in den Bann zieht und auch nach dem Zuschlagen des Buches nicht mehr so schnell loslässt. Was für ein Werk!!

Fazit

A Court of Thorns and Roses ist jetzt schon eines meiner Highlights 2016. Der Reihenauftakt hat alles, was ein gutes Buch benötigt – dreidimensionale Charaktere, eine packende Story und viel Nervenkitzel. Es ist eines von diesen Büchern, bei denen man sich wünscht, sie würden nie enden.
Titel: A Court of Thorns and Roses
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Bloomsbury
Reihe: 1/3
Preis: 9,60€

Du magst vielleicht auch

2 Kommentare

  1. Ich bin ja immer noch unentschieden, ob ich mir das Buch holen soll oder nicht 😀
    Throne of Glass hat mir gar nicht gefallen, weil ich mit den Charakteren einfach nichts anfangen konnte.
    Aber A Court of Thorns and Roses klingt echt verdammt gut. Vor allem das Setting und die Handlung an sich hören sich klasse an und nachdem du jetzt auch so davon geschwärmt hast….hmm 😀 Ich glaube, da muss ich Sarah J. Mass noch eine Chance geben!

    Liebe Grüße!

  2. Jiaaa, ich weiß auch nicht! Irgendwie war mir Celaena einfach zu perfekt und dieses ganze Assassinenzeug ein bisschen zu unrealistisch. Aber ich bin da glaube ich auch sehr anspruchsvoll 😀

    A Court of Thorns and Roses werde ich mir aber definitiv irgendwann zulegen, du hast mich da jetzt echt neugierig gemacht 😀

    Liebe Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.