[Rezension] Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand – Derek Landy

Inhalt

Deutsche Ausgabe
Als plötzlich der Lieblingsonkel der zwölfjährigen Stephanie verstirbt, ist diese umso überraschter, dass sie sein gesamtes Erbe vererbt gekriegt – darunter unglaubliche Mengen an Geld und zwei Häuser. In der darauffolgenden Nacht versucht jemand in ihr Haus einzudringen – weil er etwas braucht und sie verschonen will, wenn sie es ihm gibt. Stephanie ist natürlich nicht auf den Kopf gefallen, aber der Mann schlägt das Fenster ein – und dann taucht Skulduggery auf. Vor Stephanies Augen kämpft er auf brutale Art und Weise mit dem Mann. Stephanie sieht übernatürliche Dinge, die sie sich nie zu erträumen gewagt hätte.
Als Skulduggery wieder gehen will, will sie ihn nicht gehen lassen. Sie überredet ihn, mitkommen zu dürfen. Und entdeckt eine neue Welt voller Magie…

Meine Meinung


Idee / Handlung

Die Idee ist vielleicht nicht hundertprozentig einzigartig, aber dafür umso origineller! Klar, Magie ist ja schon seit Harry Potter total im Kommen, aber hier gehört zu unseren Protagonisten ein Skelett, das zu einem geworden ist, weil es „irgendwie noch nicht sterben sollte“. Auch die Idee mit den verschiedenen Arten der Magie hat mir sehr gut gefallen.
Die Handlung hat mir besonders gut gefallen. Erstens musste man keine hundert-was-weiß-ich-wie-viele-Seiten (ihr wisst sicher, was ich meine) Seiten warten, um zu erfahren, was es jetzt nun z.B. mit Skulduggery auf sich hat. Es geht immer zügig voran und wird wirklich nie langweilig, einfach aus dem Grund, weil alles, was passiert, relevant ist. Zwei Daumen hoch an dieser Stelle.
Charaktere

Englische Ausgabe
Mein größtes Manko an der Stelle ist eigentlich, dass Stephanie erst 12 ist. Ich hab mich manchmal einfach ein bisschen zu alt gefühlt. *g* Aber ansonsten ist Stephanie wirklich ein interessanter Charakter, auch wenn sie mir manchmal einen Ticken zu furchtlos war. Sie hat dem Tod zu oft entgegen geblickt, aber mehr nach dem Motto „Ah. Ok. Das war’s dann wohl.“ als dass sie panisch wurde oder so, und das, obwohl sie erst seit einer Woche von dieser Welt wusste… aber na ja, ich schätze, das hängt einfach mit dem Alter der Zielgruppe zusammen.
Skulduggery hat mir wunderbar gefallen! Er ist schön facettenreich, hat gute und weniger gute Seiten. Sein Humor ist klasse, ich will nicht wissen, wie oft ich lachend auf dem Sofa gesessen habe und nicht mehr damit aufhören konnte. Er ist so gestaltet, dass ich mich manchmal fragte, ob er jetzt letztendlich nicht doch der Böse ist. Was er nun letztendlich ist, verrate ich nicht… auf jeden Fall wurde die Geschichte um ihn herum sehr spannend gestaltet.
Die anderen Charaktere bleiben größtenteils ein wenig blass, aber nicht minder spannend. Die Bösewichte waren mir allerdings zu vorausschaubar, aber trotzdem nicht weniger schlecht gestaltet.
Schreibstil

Der Schreibstil ist einfach zu lesen und setzt keine großen Sprachkenntnisse voraus. (Was wahrscheinlich wieder an der Zielgruppe liegt, ist aber verständlich.) Manche Gespräche kommen daher ziemlich kindisch rüber.
Was mir allerdings besonders gut gefallen hat, war wie gesagt, der Humor. Der war nämlich mal mehr, mal weniger trocken vorhanden, auch in Situationen, in denen Humor manchmal weniger angebracht ist. *g*
Ein paar Kampfszenen sind allerdings sehr detailliert geschrieben, sodass die Altersbegrenzung schon fast wieder zu niedrig ist. Deshalb war ich die ganze Zeit hin- und hergerissen, ob es jetzt meine Altersgruppe ist oder nicht.
Zitat

„Es geht nicht mehr allein um das Ritual. Was hast du davon, wenn du die Ältesten umbringst?“
„Soll das ein Witz sein?“
„Walküre…“
„Ich weiß es nicht.“
„Doch, du weißt es. Denk nach! Wozu führt der Tod der Ältesten?“
„Panik? Angst?  Zu drei freien Parkplätzen vor dem Sanktuarium?“
(S. 308)

Fazit

Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass das Buch trotz allem sehr unterhaltend ist. Klar, es ist grundsätzlich für jüngere Leser gedacht, aber trotzdem eine nette Lektüre für nebenher. Der Humor ist unschlagbar und lässt einen ständig schmunzeln.
Da es noch einige Folgebände gibt und Stephanie praktisch „mitwächst“, werde ich natürlich weiterlesen. Denn die Reihe hat Potenzial. 🙂
4/5 Punkte



6 Kommentare

  1. Wow, es wundert mich extrem, dass du immer sagst, das Buch wäre für Jüngere. Ich fände es tausend Mal realistischer, wenn Stephanie 16 wäre, denn wenn man diese Reihe verfilmen würde, wäre sie auch ab 16, so viel Blut kommt da drin vor. Ich glaube nicht, dass alle 12jährigen so ein Buch aushalten. Aber du hast vollkommen recht, es ist wirklich seltsam, dass Stephenie alles so cool nimmt, obwohl sie mehrmals fast gekillt wird.
    Aber die Sprüche sind einfach klasse.
    Ich liebe übrigens die deutschen Cover der gebundenen Ausgaben und finde es total schade, dass die nicht mehr produziert werden -.-
    Naja, auf jeden Fall eine schöne Rezi 😉
    LG
    Charlie

  2. Ich muss zugeben, dass ich das ganze Buch über im Zwiespalt war, da Stephanie manchmal einfach mehr wie eine 12-jährige gedacht und gehandelt hat, aber du hast Recht – es gibt wirklich teilweise ziemlich brutale Szenen.
    Danke 🙂
    Liebe Grüße,
    Bella

  3. Ich konnte mir bisher nichts unter der Reihe vorstellen ^^ Deine Rezi hat mir jetzt zum Glück weitergeholfen. Klingt aufjedenfall interessant! Ich werde mir die Bücher mal vormerken.
    LG, Katrin

  4. Ja Jace ist & bleibt unser Hottie N°1 ♥
    Ich komm mit Jamie zwar klar, aber er wird mit egal wie viel Schminke einfach nicht Jace sein… :c
    Und Lily Collins ist zu 'tussihaft' (also mädchenhaft oder so) um auszusehen wie Clary. Aber ist ja auch nur ein Film XD

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