[Rezension] The Assassin’s Blade – Sarah J. Maas

Hierbei handelt es sich um eine überarbeitete Rezension. Unter der ursprünglich am 20. September 2015 geposteten Version findet ihr jeweils eine aktualisierte Meinung vom 12. Oktober 2018.

Inhalt

The Assassin’s Blade spielt noch vor Throne of Glass; hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von fünf Kurzgeschichten rund um Celaena – über Sklavenhandel bis zu einer anderen Gilde in der Wüste ist hier alles mit dabei.

Meine Meinung

20. September 2015

Für die, die es bisher noch nicht mitbekommen haben, wiederhole ich es noch einmal: ich bin ein sehr großer Fan von Sarah J. Maas und den Büchern, die sie schreibt. Und das, obwohl ich bis vor The Assassin’s Blade nur Throne of Glass und Crown of Midnight gelesen habe. Ich bin einfach… restlos begeistert. Aus diesem Grund musste ich mir auch unbedingt die Novellen bestellen. So viel vorneweg: ich war nicht enttäuscht.</p

Celaena ist ja ohnehin ein rätselhafter Charakter. Ohne hier zu spoilern, sei einfach so viel gesagt, dass der Leser in der Throne of Glass-Reihe immer wieder neue Eigenschaften und düstere Geheimnisse aufdeckt. Ein paar dieser Geheimnisse dürfen in The Assassin’s Blade geöffnet werden.

Die fünf Kurzgeschichten sind nicht nur Kurzgeschichten, manche sind sogar relativ lang und nie, nie beschlich mich das Gefühl, dass das nur irgendwelche alten Kamellen sind. Mit jeder Geschichte überraschte Sarah J. Maas, zeigte Facetten auf, die ich nicht erwartet hätte. Ich könnte im Nachhinein nicht sagen, welche der Kurzgeschichten mir am besten gefallen hat; ich sehe sie auch viel mehr als Ganzes, da sie alle beinahe nahtlos aneinander anschließen.

Außerdem begeistert haben mich ein paar Nebencharaktere, von denen in den anderen Büchern öfters die Rede war. Wenn ihr Throne of Glass gelesen habt, wisst ihr bestimmt, wen ich meine: Arobynn Hamel und Sam. Beide haben mich überrascht. Ich dachte aus einem mir unerklärlichen Grund immer, dass hinter dem Anführer von Celaenas Gilde ein strenger, aber gutmütiger Mann steckt. In The Assassin’s Blade wird er aber als zwiespältiger, hinterhältiger Mann präsentiert… ich würde so weit gehen und sagen, der Abgrund in einem Charakter höchstpersönlich. Ich bin immer noch zutiefst fasziniert von diesem Mann, der eigentlich nur eine Nebenfigur ist; nie hat er so gehandelt, wie ich es erwartet hätte. Vor allem die Beziehung zwischen ihm und Celaena ist spannend, da er ja eine enge Bezugsperson für sie darstellt. In The Assassin’s Blade habe ich nur wieder mal festgestellt, warum Celaena für mich DIE Protagonistin ist: ich habe selten von jemandem gelesen, dem so viel Unglück widerfährt und sich trotzdem nicht in Selbstmitleid suhlt, sondern weiterkämpft.

Auch Sam hat mir sehr gut gefallen. Erstmalig bekommt man einen Eindruck von dem ersten Mann, der es schaffte, Celaenas Herz zu erobern. Da man aus Throne of Glass ja schon weiß, was mit ihm passiert, war ich etwas traurig, als sich die Novellen zum Ende neigten; aber wie gesagt, Sam ist wieder einer dieser Charaktere, den man einfach nur… mögen muss. Im Buch ist er immer der Zweitbeste hinter Celaena, wurde sein ganzes Leben lang so behandelt – da kommt Mitleid auf. Die Beziehung zwischen den beiden ist einfach süß, authentisch, jung.

Ihr seht schon – auch The Assassin’s Blade hat mich begeistert, und ich habe mich beherrschen müssen, nicht alles in einem Rutsch durchzulesen, wollte es lieber genießen und erst recht wollte ich nicht, dass es endet. Das sind nicht nur irgendwelche Vorgeschichten zu Celaena; hätte Sarah J. Maas dieses Buch eigenständig veröffentlicht, wäre es genauso gut gewesen. Wer die Reihe noch nicht kennt oder bei diesem Buch zögert – greift zu, unbedingt! Die Bücher rund um Celaena sind die besten, ungelogen die besten, die ich seit einer langen Zeit gelesen habe.

12. Oktober 2018

Ähnlich wie Queen of Shadows fand ich The Assassin’s Blade beim zweiten Lesen weniger ergreifend. Meine liebste Geschichte ist The Assassin and the Desert, die anderen konnten mich bestenfalls mäßig unterhalten. Ich habe nicht wirklich eine spezifische Kritik, abgesehen davon, dass ich es unnötig finde, wie viel Stress Celaena immer zufällig mit den weiblichen Charakteren (Lysandra, Ansel) haben muss. Sams und Celaenas Beziehung fand ich auch nicht mehr halb so packend, insbesondere, wenn man weiß, welche Richtung die Bücher vom vierten Band an einschlagen.

Mir ist schon öfter aufgefallen, dass nahezu alle Charaktere in Maas’ Büchern unglaublich attraktiv sind, und dass nicht nur die spezifischen Merkmale dieser andauernd wiederholt werden müssen, sondern dies auch oft in völlig unpassenden Momenten geschieht. Ebenfalls ist es interessant, dass alle Charaktere immer „gebräunt“ sind, aber darüber hinaus nie eine dunklere Hautfarbe haben.

Dennoch sind diese Kurzgeschichten nahezu unerlässlich, spätestens ab Queen of Shadows braucht man die Hintergründe. Und allein für Arobynns widerwärtig-ambivalenten Charakter und für kleine Foreshadowing-Momente lohnt es sich dann doch, irgendwie.

Fazit

20. September 2015

The Assassin’s Blade ist nicht nur aus irgendwelchen Vorgeschichten zu Celaenas Person zusammengesetzt; Sarah J. Maas hat auch hier geniale Arbeit geleistet. Mit vielschichtigen Charakteren und spannenden Geschichten erfährt man einiges mehr über Celaena, die starke Protagonistin der Throne of Glass-Reihe. Absolute Leseempfehlung!

12. Oktober 2018

Beim zweiten Lesen hat mich diese Kurzgeschichtensammlung mehr gelangweilt als alles andere, aber gerade für den späteren Verlauf der Reihe braucht man diese Hintergründe dann doch irgendwie, oder sie vervollständigen das Leseerlebnis zumindest. Okaye Unterhaltung, aber mehr auch nicht.

The Assassin’s Blade ⚬ Taschenbuch: 448 Seiten ⚬ Band 0,5/7 ⚬ Bloomsbury ⚬ ca. 8,59€*


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