[Rezension] Die unsterbliche Braut – Aimée Carter

Originaltitel: Goddess Interrupted

Achtung! Die Rezension kann Spoiler für die, die „Das göttliche Mädchen“ noch nicht gelesen haben, enthalten!

Als Kate nach dem Sommer, den sie mit James in Griechenland verbracht hat, nach Eden zurückkehrt, scheint nichts mehr zu sein, wie es war. Irgendwas ist im Gange – aber ihr wird nicht gesagt, was. Henry gibt sich zurückhaltender und abweisender als je zuvor, und Kate fühlt sich so isoliert wie noch nie in ihrem Leben. James, der nie müde wird, sie zu ermahnen, dass sie gehen kann, wenn sie will, macht ihr das Ganze nicht einfacher. Schließlich ist es so weit und sie soll zur Königin der Unterwelt gekrönt werden – doch die Zeremonie wird höchstpersönlich von dem Gott der Titanen, Kronos, unterbrochen. Dieser nimmt Henry mit sich und Kate begibt sich mit Ava und James auf eine Reise durch die Unterwelt. Aber um Henry und die anderen Götter des Olymps zu befreien, muss sie etwas tun, was sie sich nie erträumt hätte – und zwar Persephone finden…
„[…] und weißt du was? Ich hätte auch Angst. Ich hätte so richtig große Angst. Mut zu haben, bedeutet nicht, dass man sich niemals fürchtet, weißt du. Es bedeutet, dass man trotzdem loslegt, weil man weiß, dass es das Richtige ist.“
(Die unsterbliche Braut, Ingrid zu Kate, S. 170 Z. 10-14)
Ach echt, von mir aus könnte Aimée Carter so viele Teile von der Reihe schreiben, wie sie will, (drei geplante + ein E-Book sind ZU wenig!) und ich würde sie trotzdem lesen. 😀 Aber genug Wunschdenken, kommen wir zur Rezension.
Ich war direkt nach den ersten Seiten wieder in der Geschichte drinnen, denn auch bei dem zweiten Teil der Reihe rund um Kate und Henry ist der typische Schreibstil der Autorin zu erkennen. Und ich kann nicht einfach anders, ich liebe diesen Schreibstil. Er ist nicht zu ausschweifend, aber auch nicht zu knapp, und er gibt einem die Möglichkeit, sich in die Protagonistin Kate einzufühlen.
In „Die unsterbliche Braut“ geht Aimée Carter praktisch bis zurück zu den Wurzeln der Götter des Olymps, zu den Titanen. Ich fand es sehr interessant, über diese zu lesen, und auch, welche Fähigkeiten sie haben. Es wurde so gut beschrieben, dass ich wirklich in die Geschichte hineingesogen wurde.
Mir fällt es ehrlich gesagt ziemlich schwer, diese Rezension zu schreiben, da die Geschichte so komplex geworden ist, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ich fand schon, dass der erste Band ruhig länger hätte sein können, aber hier – wow. Das Buch ist durch verschiedene Probleme auf mehreren Ebenen einfach greifbarer geworden, voller. Ich hab es in einem Rutsch durchgelesen, da es gar nicht möglich ist, es wegzulegen.

Die Charaktere sind wieder einmal das Herzstück des Romans. Auch wenn ich mir über ein paar noch kein genaues Bild machen kann, sind doch Kate, James, Ava, Persephone und natürlich auch Henry zu wirklich dreidimensionalen Charakteren geworden. (Irgendwie bekomme ich das Gefühl, ich wiederhole mich nur. :’D) Jeder hat seine eigene Geschichte, die er mit sich rumschleppt, und jeder birgt noch ein paar Überraschungen, von denen man noch nichts weiß.
In dem Buch setzt sich Kate zusätzlich noch genauer mit der Beziehung zwischen ihr und Henry auseinander, denn es nagt wirklich sehr an ihr, dass er sich so abweisend verhält. Sie kann nicht glauben, dass er sie wirklich liebt und befürchtet, dass Persephone einfach immer die dritte in der Beziehung sein wird. Diesen Gedanken kann sie nicht ertragen; zwar sieht sie es ein, zu kämpfen, aber sie versteht einfach nicht, was in Henry vorgeht. So führt sie wirklich ausgiebige Gespräche mit zum Beispiel Ava, aber auch Ingrid (das letzte Mädchen, das nicht bestanden hat) kommt vor und erweist sich als wirklich süßer, lieber Charakter.

Und das Ende – wirklich, ich dachte nur noch: Nein?! Das kann die Autorin doch jetzt nicht machen? Es ist schwer zu beschreiben, was ich danach empfunden habe. Ich hatte wirklich das Gefühl, mein Herz sei gebrochen, und konnte die Tage drauf nichts mehr lesen oder hören, was mich nur annähernd an das Buch erinnert hat – und ich wünschte, der dritte Teil wäre schon draußen. Denn das Ende kommt schon fast an den fiesen Cliffhanger von dem ersten Ashes Band ran. :’D
Damit jetzt nicht jeder denkt, ich könnte nur Gutes über das Buch sagen – es ist zwar kein großer Makel, aber manchmal gab es ein paar Sachen, die nur zu flüchtig und unzureichend erklärt wurden, einfach ein paar kleine Lücken in meinen Augen, die aber nicht sonderlich gestört haben. Alles in allem ein wirklich, wirklich toller zweiter Band, der dem ersten in nichts nachsteht!
Wow – dieses Buch hat mich wirklich unglaublich vom Hocker gehauen, ich glaube, das Gefühl, das ich nach der Beendung davon hatte, werde ich nie vergessen. :’D Wer „Clockwork Prince“ von Cassandra Clare gelesen hat und danach wirklich deprimiert-traurig war, kann vielleicht nachempfinden, wie es mir bei „Die unsterbliche Braut“ ging. Ich habe wirklich keine großen Kritikpunkte und bin ausnahmslos begeistert von dem Buch, das jetzt definitiv zu meinen Lieblingsbüchern zählt!
Vielen herzlichen Dank an Mira Taschenbuch für die Bereitstellung des Rezensionexemplars!
Titel: Das göttliche Mädchen

Taschenbuch: 298 Seiten
Reihe: 1/3
Verlag: Mira Taschenbuch
Preis: 9,99€
Kaufen?

Titel: Die unsterbliche Braut
Taschenbuch: 286 Seiten
Reihe: 2/3
Verlag: Mira Taschenbuch
Preis: 9,99€

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1 Kommentar

  1. Vielen Dank für deine Rezension. Ich habe ja schon den ersten Band gelesen und vor kurzem auf Facebook gefragt, ob jemand schon den zweiten Teil gelesen hat. Also heißt es jetzt für mich – ich muss es mir zulegen!
    LG Hanne

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