Schönes neues England von Sam Byers


Edmundsbury ist ein gesellschaftlicher Mikrokosmos: In einer Post-Brexit-Welt treiben dort skrupellose Unternehmen ihr Unwesen, rechte Politiker verfolgen ihre Agenda und Journalisten versuchen, mit der gnadenlosen Digitalisierung mitzuhalten – egal, um welchen Preis. Es dauert nicht lange, bis die bisher unschuldig wirkende Stadt von Brandherden gespickt ist …

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The Poppy War von R.F. Kuang

Die Waise Rin wurde jahrelang von ihrer Pflegefamilie für den Opiumhandel eingespannt und soll nun verheiratet werden, um weiterhin von größtmöglichem Nutzen zu sein. Ihr einziger Ausweg besteht darin, einen Test zu bestehen, für den andere ihr Leben lang lernen, und daraufhin an die Sinegard Academy zu kommen – die prestigereichste Militärschule in ganz Nikara. Rin schafft es an die Academy – doch der wahre Test beginnt erst danach …

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Brecht und Feminismus? Eine Aneignung

Bewertet man bei der Werklektüre die Autor_innen mit oder nicht? Bei mir und Brecht war das so ein bisschen ein Wechselspiel, ich las mehr von seinen Werken, ich lernte mehr über ihn, ich las mehr von seinen Werken, lernte mehr über ihn, und so weiter, und so weiter.

Natürlich versuche ich hier, keine allgemeingültige Lösung für Verletzendes und Problematisches in Klassikern anzubieten. Ganz egal, in welchem historischen Kontext die Werke verfasst wurden – das ist eine Erklärung, keine Entschuldigung, und manchmal genügt eine andere Lesart nicht.

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One of a kind – Emma & Jake von Tina Köpke

Die 28-jährige Emma hat einige Pläne für ihr Leben in Maywood. Nur hat das Leben andere Pläne mit ihr – so wie der Schuldenberg, der dem Haus anhaftet, das sie nach dem Tod ihres Vaters alleine bewohnt. Ein Job findet sich in Maywood auch nicht, und von all dem Ehrenamt kann sie sich auch nicht über Wasser halten.

Das Letzte, was sie braucht, ist Jake, der nach zehn Jahren wieder in Maywood aufkreuzt und all die Erinnerungen aufwühlt, die Emma und Jake vor zehn Jahren geteilt haben. Emma will ihn nicht wiedersehen. Denn sie kann sich nicht vorstellen, dass er sich geändert hat – oder?

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Wie viel Raum braucht das „männliche Ego“? Mein Knausgård-Dilemma

Karl Ove Knausgård ist letztes Jahr fünfzig Jahre alt geworden. Dennoch hat er ein beinahe fünftausend Seiten umfassendes autobiographisches Projekt in sechs Bänden abgeschlossen. Die deutschen Titel heißen Sterben, Lieben, SpielenLeben, Träumen und Kämpfen. Das norwegische Original nennt sich Min kamp und ist durchnummeriert. Wenn man mich fragt, stellen die Bücher mindestens zweierlei Kampf dar: den von Knausgård mit sich selbst und den Kampf des Lesens.

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